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SCHIERSTEIN24 - Veranstaltungen, Termine und Aktuelles

 

Bebauungsplan für den Osthafen

19.02.2021
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Der Bebauungsplan „Osthafen, westlich des Hafenweges“ war heftig umstritten und wurde vom Ortsbeirat abgelehnt, ist aber jetzt rechtsverbindlich, wie man am 19.02.2021 dem „Wiesbadener Kurier“ und der amtlichen Internet-Liste der rechtsverbindlichen Bebauungspläne entnehmen kann.

Die Fällung der Bäume für den Erweiterungsbau der SCHUFA, die am Rosenmontag vorgenommen wurde, und die weiteren Rodungen auf dem Grundstück haben mit diesem Vorgang allerdings nicht direkt zu tun und schaffen in diesem Zusammenhang auch keine neuen Fakten. Das Genehmigungsverfahren für dieses Gelände wurde auf Wunsch des Bauherrn Union Invest vorgezogen, ebenfalls gegen das Votum des Ortsbeirats. Wirklich überraschend kam die Fällung eigentlich auch nicht, denn am 1. März beginnt die Vogelschutzzeit. Trotzdem hätten wir uns natürlich gefreut, eher von der SCHUFA informiert zu werden.

Amtliche Liste der rechtsverbindlichen Bebauungspläne für Schierstein
Bebauungsplan „Osthafen, westlich des Hafenweges“


Plangebiet, © Landeshauptstadt Wiesbaden

Jetzt wird es eine der Aufgaben des neuen Ortsbeirats sein, die Einhaltung der Zugeständnisse der Stadtverordnetenversammlung, die als Reaktion auf den Widerstand in Schierstein gemacht wurden, einzufordern und zu überwachen.

Als kleines „Entgegenkommen“ wurden ja vom Stadtparlament zwei Ergänzungen beschlossen, nämlich ein Gesellschafterbeschluss und weitere Ausgleichsmaßnahmen am Hafen. Mit dem Gesellschafterbeschluss soll die Stadtentwicklungsgesellschaft verpflichtet werden, dauerhaft sicherzustellen, dass der Rahmen des Bebauungsplanes nicht ausgeschöpft wird, dass also „niedriger, luftiger, schmaler, grüner“ und damit klimafreundlicher gebaut wird und dass auch bei Weiterverkauf diese Rahmenbedingungen eingehalten werden.

Der Beschluss zu den Ausgleichmaßnahmen, die jetzt zusätzlich zu bereits früher festgelegten Aktivitäten (in einer Delkenheimer Kiesgrube) umgesetzt werden sollen, lautet:

Der Magistrat wird gebeten,

  • zu prüfen, welche derzeit versiegelten Flächen im Gebiet des Bebauungsplans einschließlich der Bismarcksaue entsiegelt werden können,
  • die Kosten für die Herstellung von Parkplätzen unterhalb der Schiersteiner Brücke in die Haushaltsplanberatungen einzubringen,
  • großkronige Ersatzbäume im unmittelbaren Hafenumfeld zu schaffen,
  • die Rad- und Fußwegverbindung zwischen Schierstein und Biebrich (Hafenpromenade - Rheinwiesen) auszubauen,
  • Ausgleichsflächen im Bereich AGRAVIS Mischfutter West GmbH/Raifffeisensilo zu schaffen

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung (pdf-Datei)

Dass die Bismarcksaue eigentlich Bismarksaue heißt, hat sich offenbar bis ins Wiesbadener Rathaus noch nicht herumgesprochen.

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