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Wohnquartier „Rheingau-Palais“

Alles begann damit, dass 1864 die „Rheingauer Schaumweinfabrik Actiengesellschaft zu Schierstein am Rhein“ von sieben Wiesbadener und Mainzer Unternehmern gegründet wurde. Der Initiator war der Schiersteiner Johann Jacob Söhnlein (1827-1912), dem auch die Geschäftsführung übertragen wurde.

Verwaltung und Wohnung der Geschäftsführung befanden sich in dem 1838 erbauten Direktionsgebäude, dem heutigen „Kettenborn-Palais“. 1874 wurde an der Rheingauer Chaussee ein neues Kellereigebäude erbaut, das bis 1942 stand.


Lithografie aus dem Jahre 1895 mit der 1874 erbauten Söhnlein-Kellerei,
dahinter das Direktionsgebäude (Kettenborn-Palais) vor der Christophoruskirche
© Stadtarchiv Wiesbaden


Luftaufnahme des Geländes, entstanden etwa 1975
© Stadtarchiv Wiesbaden

Im Jahr 2010 hat dann die Firma Delta Lloyd (später Athene Lebensversicherung, inzwischen Athora Lebensversicherung) das Rheingau-Palais und das Grundstück westlich davon, auf dem eine Halle mit riesigen Stahltanks stand, von der Sektkellerei Henkell gekauft. Die Tanks mit 35 Millionen Liter Fassungsvermögen wurden abgebaut und die Halle abgerissen, so dass Platz für ein neues Wohngebiet entstand, für das ein Architektenwettbewerb veranstaltet wurde. Nachdem Ende 2011 mit dem Darmstädter Architekturbüro „Planquadrat“ der Sieger feststand und am 05.08.2013 der Bebauungsplan in Kraft trat, konnten anschließend die Bagger rollen.

  Bürgerversammlung am 21.09.2011
  Rechtsverbindlicher Bebauungsplan

Baustelle am Rheingau-Palais
Baustelle am „Rheingau-Palais“ 2015
Foto: Walter Richters

Baustelle am Rheingau-Palais
Neue Wohnungen an der Kleinaustraße
Foto: Walter Richters


Neue Bäckerei-Filiale mit Café an der Ecke Söhnlein-/Kleinaustraße
Foto: Walter Richters

Inzwischen sind die 178 Wohnungen an Söhnlein- und Kleinaustraße fertig. Sogar eine Bäckereifiliale mit Café gibt es dort seit Mai 2017.

  Öffnungszeiten der Bäckereifiliale
  Lage der Filiale im Stadtplan
  Informationen der Landeshauptstadt Wiesbaden

Auch der Wiesbadener Kurier hat sich mit dem Thema beschäftigt:

  Artikel im Wiesbadener Kurier vom 25.07.2017