Menu

Stifterappler

„Stifterappler“ ist der Spitzname der Schiersteiner.

Es wird erzählt, dass die jungen „Scheerstaaner“ in früheren Jahren zwar gerne die Feste in der Nachbarschaft besuchten, aber nicht viel Geld hatten. Um trotzdem Eindruck zu schinden, speziell bei den jungen Damen, sollen die Burschen unseres Stadtteils ihre Hosentaschen mit Nägeln (Stiften) gefüllt und damit geklimpert (gerappelt) haben.

Als der Trick dann aufflog, hatten die Schiersteiner ihren Spottnamen weg. Etliche alte Schiersteinerinnen und Schiersteiner bestehen übrigens auf der Schreib- und Sprechweise „Stifterabbeler“.


In seiner Sitzung am 26. April 2018 hat der Ortsbeirat Wiesbaden-Schierstein beschlossen, die Idee weiter zu verfolgen, auf dem Hans-Römer-Platz die lebensgroße Statue eines Stifterapplers aufzustellen.


So ähnlich könnte der Stifterappler auf dem Hans-Römer-Platz aussehen

Der obige Entwurf wurde inzwischen allerdings mehrfach heftig kritisiert, weil die Stifterappler eigentlich nichts mit den Schiersteiner Fischern zu tun hatten, sondern eher die Hilfskräfte der Flößer waren. Um aus einem Leserbrief von Eleonore Krull zu zitieren: „Es liegt nicht nur auf der Hand, sondern es ist aus schriftlichen Aufzeichnungen meines Vaters und Heimatforschers Robert Schäfer zu entnehmen, dass mit Stifterappler die jährlich angereisten Tagelöhner der Flößer gemeint waren.“