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Stifterabbeler

„Stifterabbeler“ oder „Stifterappler“ ist der Spitzname der Schiersteiner.

Es wird erzählt, dass die jungen „Scheerstaaner“ in früheren Jahren zwar gerne die Feste in der Nachbarschaft besuchten, aber nicht viel Geld hatten. Um trotzdem Eindruck zu schinden, speziell bei den jungen Damen, sollen die Burschen unseres Stadtteils ihre Hosentaschen mit Nägeln (Stiften) gefüllt und damit geklimpert (gerabbelt) haben.

Als der Trick dann aufflog, hatten die Schiersteiner ihren Spottnamen weg.


In seiner Sitzung am 25. April 2018 hat der Ortsbeirat Wiesbaden-Schierstein beschlossen, die Idee weiter zu verfolgen, auf dem Hans-Römer-Platz eine lebensgroße Statue eines Stifterabbelers aufzustellen. Den Auftrag erhielt der Künstler Christoph Oester aus Herborn. Am 21. Oktober 2020 war es dann so weit:


„Taufe“ des Stifterabbelers mit Hafenwasser durch Projektkoordinator Volker Dietz


Porträt des Stifterabbelers


Bodentafel mit Erläuterungen zu Füßen des Stifterabbelers


Künstler Christoph Oester aus Herborn auf dem Hans-Römer-Platz
Fotos: © Walter Richters

  Atelier Christoph Oester
  Artikel im Wiesbadener Kurier vom 23.07.2019
  Standort des Stifterabbelers

Die Idee, eine Fischer-Statue aufzustellen, wurde inzwischen allerdings mehrfach heftig kritisiert mit der Begründung, dass die Stifterabbeler eigentlich nichts mit den Schiersteiner Fischern zu tun hatten, sondern eher die Hilfskräfte der Flößer waren. Um aus einem Leserbrief von Eleonore Krull zu zitieren: „Es liegt nicht nur auf der Hand, sondern es ist aus schriftlichen Aufzeichnungen meines Vaters und Heimatforschers Robert Schäfer zu entnehmen, dass mit Stifterappler die jährlich angereisten Tagelöhner der Flößer gemeint waren.“